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Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Mali

Handicap International (HI) unterstützt die Menschen in Mali, die von bewaffneter Gewalt stark betroffen sind. Rund 15 Projekte werden von uns geleitet, um den Wiederaufbau und den sozialen Zusammenhalt im Norden Malis zu fördern und eine inklusive Entwicklung zu unterstützen.

Kinder in einer inklusiven Schule - HI Mali

Kinder in einer inklusiven Schule - HI Mali | © Sébastien Rieussec / HI

Laufende Aktivitäten

Vor dem Hintergrund extremer Armut arbeiten wir sowohl im Norden als auch im Süden des Landes, um die malische Bevölkerung so gut wie möglich zu unterstützen. HI hilft den Opfern der letzten Konflikte und setzt sich für die Rechte und Würde der Menschen mit Behinderung ein. 

Heute ist HI in den Regionen Sikasso, Bamako, Mopti, Timbuktu und Gao aktiv und unterstützt diese bei Themen wie Rehabilitation, psychischer Gesundheit, HIV und Behinderung, Früherkennung von Behinderungen, Aufklärung über die Risiken im Zusammenhang mit Kriegsresten und Hilfe für Opfer bewaffneter Konflikte.

HI hilft bei der Verbesserung von Gesundheitszentren und der Betreuung schwangerer Frauen, um den Zugang zu Gesundheitsleistungen für alle zu erleichtern. Wir helfen auch Kleinkindern mit mehreren Behinderungen und schwerer Unterernährung, indem wir ein umfassendes Betreuungsmanagement anbieten und die Gemeinden bei der Durchführung von Fördermaßnahmen unterstützen.

Um jedem Kind den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, hilft HI bei der Schulung von Lehrkräften im Hinblick auf die Inklusion von Kindern mit Behinderung, schafft Bewusstsein für das Thema Behinderung in den Gemeinden und unterstützt Projekte zur Umgestaltung von Gebäuden.

Darüber hinaus arbeitet Handicap International im Bereich der beruflichen Inklusion, um den Zugang junger Menschen zu integrativen Arbeitsplätzen zu fördern und Mikrofinanzierungsprojekte zu unterstützen.

Durch die Unterstützung von Gemeinschaftsprojekten und Präventionsmaßnahmen kümmert sich HI auch um Vorsorgemaßnahmen für Menschen, die von einer Hungersnot bedroht sind. Darüber hinaus arbeiten wir an der Verbesserung der Sicherheitslage in den Regionen Segou, Koulikoro und Mopti.

Neues aus den Projekten

Mali: Handicap International unterstützt vom Klimawandel betroffene Haushalte
© HI
Nothilfe

Mali: Handicap International unterstützt vom Klimawandel betroffene Haushalte

Die Menschen in Mali leiden stark unter den Folgen des Klimawandels. Viele Bauern können wegen der Dürren nicht mehr wie früher von ihrer Ernte leben und müssen neue Einnahmequellen erschließen. Unsere Teams unterstützen betroffene Familien wie beispielweise die Bäuerin Fadimata, die zehn Personen versorgen muss, und führen Vorsorge-Beratungen gegen Unterernährung durch.

Mali: 1,2 Millionen Menschen von Hunger bedroht
© J-J. Bernard / Handicap International
Nothilfe

Mali: 1,2 Millionen Menschen von Hunger bedroht

Die Anzahl der von Hunger betroffenen Menschen in Mali hat sich innerhalb eines Jahres bald verdreifacht, so ein Bündnis von humanitären Organisationen vor Ort.

„Wir sind stolz auf unsere Tochter!“
© HI
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung

„Wir sind stolz auf unsere Tochter!“

Die 9-jährige Oumou aus Mali trägt eine Prothese und ist glücklich, dass sie zur Schule gehen und lernen darf. Eine wichtige Rolle in ihrer Ausbildung spielt ihre Mutter Mariam. Sie und ihr Mann mussten zunächst einmal verstehen, wie wichtig Bildung für ihre Tochter ist.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Mali

Mali ist eines der weltweit ärmsten Länder. In der jüngeren Geschichte haben Dürren, politische Unruhen und bewaffnete Konflikte das Land in eine Krise gestürzt, die sich in geschwächten staatlichen Institutionen und landesweiten Binnenflüchtlingsströmen äußern.

Im Januar 2012 wurde Mali von einem bewaffneten Konflikt heimgesucht. Als Folge sind bis heute viele Kleinwaffen im Umlauf und liegen explosive Kriegsreste in Wohngebieten. 

Mit dem Ziel, Frieden und Sicherheit im Norden wiederherzustellen, wurde im Juni 2015 das Friedensabkommen von Algier unterzeichnet. Seit Anfang 2018 ist das Zentrum von Mali jedoch erneut Schauplatz bewaffneter Konflikte zwischen radikalen Gruppen. Das öffentliche Leben ist in allen Bereichen schwer betroffen (Gesundheitswesen, Bildung, öffentliche Verwaltung etc.) und Flüchtlinge und Vertriebene müssen trotz der schlimmen Verhältnisse nach Hause zurückkehren.

Das Land lebt in extremer Armut. Malis Anstrengungen, Zugang für jeden zu Bildung, HIV/AIDS-Bekämpfung und allgemeiner Versorgung mit Trinkwasser zu erreichen, wurden dadurch sehr erschwert.

In der Bevölkerung sind Menschen mit Behinderung allgemein eine ausgeschlossene Gruppe und häufig Opfer von Diskriminierung und Vorurteilen. Sie stellen die größte Minderheit des Landes dar. Sie haben keinen oder nur sehr begrenzten Zugang zur Gesundheitsversorgung, Bildung und Beschäftigung. Nur ein sehr kleiner Teil der Kinder mit Behinderung geht zur Schule. In Zeiten der Krise befinden sich die ohnehin schon benachteiligten Menschen immer öfter in einer besorgniserregenden Lebenslage.


Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 195
Eröffnungsdatum des Programms: 1993
 

Einsatz weltweit: