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STOP BOMBING
CIVILIANS

NEIN ZU BOMBEN AUF WOHNGEBIETE

Helfen Sie uns das Engagement der deutschen Regierung zu stärken: für einen besseren Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombenangriffen in bewohnten Gebieten.

Sprechen Sie die Bundestagsabgeordneten Ihres Wahlkreises direkt an: Füllen Sie unser Formular aus und fordern Sie die Abgeordneten auf, sich für den Schutz von Zivilist/-innen einzusetzen.*

 

Ethische und rechtliche Informationen
Bitte bleiben Sie höflich: Unsere Organisation distanziert sich von jeglichen hasserfüllten, diffamierenden oder beleidigenden Kommentaren, die von den Teilnehmer/-innen dieser Aktion abgegeben werden könnten. Vielen Dank für Ihre Sachlichkeit: Eine einzige E-Mail genügt.

 

Mehr Infos zu dieser Seite und zur Aktion

Handicap International (HI) ruft die Öffentlichkeit dazu auf, Abgeordnete in Deutschland, aber auch in der Schweiz, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Großbritannien und Kanada anzusprechen. Mit diesem Aufruf wollen wir Druck auf die Regierungen ausüben, damit diese sich für einen besseren Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierung in Wohngebieten einsetzen. Fast 100 Parlamentarier/-innen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien und der Schweiz haben bereits ihre Unterstützung für unsere Kampagne bekundet: www.inew.org/parliamentary-appeal/.

Die Zivilgesellschaft hat momentan eine wichtige Chance, auf den Ablauf moderner Kriege einzuwirken, um die Zivilbevölkerung besser vor Bombenangriffen zu schützen:

Am 1. und 2. Oktober fand in Wien die Konferenz „Protecting Civilians in Urban Warfare“ (Schutz der Zivilbevölkerung bei Kriegshandlungen in Wohngebiete) statt, an der die deutsche Regierung teilnahm. In den kommenden Monaten folgen nun diplomatische Verhandlungen, in denen die Staaten eine internationale Verpflichtung zum Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten diskutieren. Im ersten Halbjahr 2020 soll dann eine politische Verpflichtungserklärung veröffentlicht werden, die von allen Staaten unterzeichnet werden kann. Wir möchten erreichen, dass diese Erklärung den Einsatz von Explosivwaffen mit Flächenwirkung in bewohnten Gebieten wirkungsvoll beendet und die betroffenen Menschen mit konkreten Maßnahmen unterstützt.

Bomben- und Raketen werden in den aktuellen Konflikten in Syrien, im Irak, in Afghanistan, der Ukraine oder Jemen systematisch in bewohnten Gebieten eingesetzt. Laut AOAV (Action on Armed violence) stammten 70 Prozent der Opfer von Explosivwaffen aus der Zivilbevölkerung, das entspricht im Jahr ca. 22.000 Menschen. Wenn Explosivwaffen hingegen in bewohnten Gebieten eingesetzt werden, sind sogar 90 Prozent der Opfer Zivilist/-innen.

Die humanitären Folgen von Explosivwaffeneinsätzen in Wohngebieten sind erschreckend. Die Angriffe hinterlassen schwere Verletzungen, die häufig zu lebenslangen Behinderungen führen, sowie starke psychologische Traumata. Die Bombardierungen führen zur Vertreibung und Verarmung der Bevölkerung, zerstören grundlegende Infrastrukturen (Krankenhäuser, Häfen, Brücken usw.) und zerrütten das soziale und wirtschaftliche Gefüge. Handicap International unterstützt mit Projekten in Kriegs- und Nachkriegsregionen die betroffenen Menschen – und wendet sich gleichzeitig gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk INEW an die Politik.

Setzen Sie sich gemeinsam mit uns dafür ein, die Bombardierung von Zivilist/-innen in Wohngebieten zu beenden!

*Unsere hier formulierten Forderungen sind entstanden aus unserem humanitären Engagement in vom Krieg betroffenen Regionen. Dieses Engagement beruht auf unseren grundsätzlichen Werten von Menschlichkeit und Inklusion, die auch besagen, dass alle Menschen gleichwertig sind und die gleichen Rechte haben.  Dies schließt das Recht auf Sicherheit und ein menschenwürdiges Leben ein sowie auf Flucht, wenn dieses gefährdet ist. Wir wenden uns mit unseren Forderungen deshalb nur an Parteien, die diese Werte im Grundsatz teilen.

Handicap International e.V.
Landsberger Str. 428
81241 München