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Somaliland

Handicap International arbeitet in Somaliland und in Puntland im Bereich Inklusion und Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderung.

Handicap International - Somalia

© C. Smets-Luna / Handicap International

Laufende Aktivitäten

Handicap International setzt sich dafür ein, die Beteiligung und Repräsentation von Menschen mit Behinderung im lokalen politischen Leben zu verbessern. Hierfür trainieren wir Organisationen von Menschen mit Behinderung. Sie sollen selbst zu Haupthandelnden werden und Menschen mit Behinderung und ihre Familien zu politischer Bildung verhelfen. Wir unterstützen technisch (Management, Governance, Verwaltung, politische Bildung…) und finanziell. Gleichzeitig sensibilisieren wir die breite Öffentlichkeit und lokale Akteurinnen und Akteure für eine bessere Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung im Wahlprozess.

In Garowe, Puntland, bilden wir Dorfvorstände aus, damit diese Sensibilisierungskampagnen zur Verkehrssicherheit durchführen. Außerdem organisieren wir Workshops um mit den lokalen Autoritäten gemeinsam Leitlinien für Verkehrssicherheit zu entwickeln.

Neues aus den Projekten

Alles zurücklassen, um die Familie ernähren zu können
© Handicap International

Alles zurücklassen, um die Familie ernähren zu können

Die Hungerkrise in Ostafrika verursacht nie dagewesene Flüchtlingszahlen. Fast 80 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder, die nicht mehr genug Essen zum Überleben haben. Rose und ihre Kinder leben jetzt in einem Flüchtlingscamp in Kenia, sind aber dennoch zahlreichen Schwierigkeiten ausgesetzt.

Aktionstag  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“
© DFC/Oellers

Aktionstag „Gemeinsam gegen die Hungersnot“

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ am Freitag, 9. Juni, ruft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Hilfe und Spenden für die Hungersnot in Afrika auf.

Hungerkrise: tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung
© R.Duly / Handicap International

Hungerkrise: tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung

In ganz Ostafrika verlassen tausende Menschen auf der Suche nach Nahrungsmitteln die Sicherheit ihrer Häuser.  Bei so vielen vertriebenen Menschen besteht die Gefahr, dass einige durch das soziale Netz rutschen und keinen Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten. Unsere Teams in Äthiopien, dem Südsudan und Somaliland arbeiten mit Hochdruck daran, dies nicht zuzulassen.

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Sie mit

Hintergrund

Somaliland und Puntland sind selbsternannte Staaten auf somalischem Staatsgebiet. Sie wurden von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt, besitzen eine schwache Wirtschaft und die Bevölkerung lebt in Armut.

Somaliland, ein Gebiet im Norden Somalias an der Grenze zu Dschibuti, hat sich im Jahr 1991 nach einem besonders blutigen Bürgerkrieg gegen das gestürzte Regime des somalischen Diktators Siad Barre unabhängig erklärt. Somaliland funktioniert seitdem wie ein demokratischer Staat. Die Hauptstadt ist Hargeisa. Da Somaliland von den Vereinten Nationen nicht anerkannt wurde, hat es keinen Zugang zu internationalen Entwicklungsfonds, die die sanitäre und soziale Situation der Bevölkerung verbessern könnten.

55% der Bevölkerung leben nomadenhaft oder halbnomadenhaft. Die Situation in Somaliland wird als eher ruhig bezeichnet, auch wenn die Sicherheit des Landes aufgrund der schwachen staatlichen Kontrolle, einer ineffizienten Anwendung der Gesetze und des Handels mit Kleinwaffen fragil bleibt. Derzeit arbeiten wir in allen Regionen Somalilands.

Puntland, im Nordosten Somalias, hat sich 1998 zu einem autonomen Staat erklärt. Im Gegensatz zu Somaliland fordert es keine Unabhängigkeit von Somalia. Die Hauptstadt ist Garowe. 60% der Bevölkerung leben von der Viehzucht.

Weltweites Engagement: